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Straubing: Die „Gesundheitsregion plus Straubing“ erhält den Bayerischen Verkehrssicherheitspreis 2019 in der Kategorie „Alle Achtung!“ für die Projekte „Mehr Sicherheit vor Grundschulen“ und das Unfallpräventionsprogramm „P.A.R.T.Y.“ In der Kategorie „Gedankenblitz“ wird Volker Wittmann für sein Projekt „Freie Sicht für Kinder“ ausgezeichnet. Staatsminister Joachim Herrmann beglückwünschte die Gewinner und überreichte neben einer Stehle die Urkunden. Der Bayerische Verkehrssicherheitspreis 2019 würdigt Projekte, welche sich für einen innovativen (Schul-)Weg einsetzen sowie die selbstständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen fördern und die Verkehrssicherheit präventiv und nachhaltig stärken. 

In der Kategorie „Alle Achtung!“ – dotiert mit 5.000 Euro durch die Versicherungskammer Stiftung – überzeugte die „Gesundheitsregion plus Straubing“ die Jury mit zwei Initiativen. Das Projekt „Mehr Sicherheit vor Grundschulen“ wird gemeinsam mit der örtlichen Polizei umgesetzt. Ziel ist es, das dichte Verkehrsaufkommen vor den Grundschulen zu entzerren. Dafür wurden Halteempfehlungen im Umfeld der Grundschulen aufgestellt, an denen Eltern ihre Kinder gefahrenlos aussteigen lassen, um die letzten Meter zur Schule zu gehen. Die Haltepunkte wurden so gewählt, dass Kinder keine Hauptstraßen überqueren müssen oder nur an Stellen, wo Schulweghelfer ihnen zur Seite stehen. Begleitet wird die Aktion durch entsprechende Schilder und Flyer zur Sensibilisierung der Eltern. Um das Konzept nachhaltig zu verankern, werden regelmäßig Elternbriefe herausgegeben und Flyer verteilt.

 Das Unfallpräventionsprogramm „P.A.R.T.Y“ (Prävention, Alkohol, Risiko, Traumen und Jugend) zielt darauf ab, 15- bis 18-jährige SchülerInnen über die Vermeidung von Verkehrsunfällen infolge von Alkohol oder Risikoverhalten mit der Wirkung realer Erfahrungen und Wahrnehmungen aufzuklären. Das Programm stammt aus Kanada und wurde in Deutschland von der AG Prävention der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie eingeführt. Die SchülerInnen verbringen etwa fünf Stunden im Klinikum in Straubing und durchlaufen in Kleingruppen mehrerer Stationen: Zunächst gibt es eine kurze Einführung mit anschließendem Vortrag eines Präventionspolizisten der Straubinger Polizei. Im Anschluss begeben sich die SchülerInnen auf den Weg eines Schwerverletzten vom Rettungswagen/Hubschrauber, Schockraum, Intensivstation, Normalstation bis hin zur Physiotherapie, wo die Jugendlichen den Rehabilitationsprozess inkl. Hilfsmittel veranschaulicht bekommen. Am Ende tauschen sie sich mit einem/einer ehemaligen Schwerverletzten aus. Dieser Tag verdeutlicht den SchülerInnen die vielfältigen medizinischen, familiären und beruflichen Konsequenzen eines schweren Verkehrsunfalls und wirkt sich so nachhaltig auf die Fahrpraxis und Denkweise der jugendlichen Fahranfänger aus. 

In der Kategorie „Gedankenblitz“ konnte sich das Projekt „Freie Sicht für Kinder“ durchsetzen, das von der Bayerischen Sparkassenstiftung ein Preisgeld von 5.000 Euro erhält. Auch bei diesem Vorhaben steht das Problem der „Eltern-Taxis“, die die Sicht auf Kinder im Verkehrsraum vor der Schule versperren im Mittelpunkt. Statt Flyer oder statischer Verkehrsschilder setzt der Projektträger, Volker Wittmann, in diesem Fall auf Technik. Ein elektronisches Erkennungssystem soll die Fahrer parkender Autos darauf aufmerksam machen, dass sie mit ihrem Fahrzeug den freien Blick auf Kinder verhindern. Nachdem es sich nicht um ein statisches System handelt, ist mit einem höheren Aufmerksamkeitswert zu rechnen, weil nur situationsbedingt gewarnt wird. 

Schirmherr Joachim Herrmann erklärt: „Der Bayerische Verkehrssicherheitspreis ist eine vorbildliche Initiative, um Kindern und jungen Verkehrsteilnehmern Rücksichtnahme, vorausschauendes Handeln im Straßenverkehr und die Vermeidung gefährlicher Situationen nahe zu bringen. Die mit dem Preis ausgezeichneten Projekte und Initiativen leisten einen überaus wertvollen Beitrag, Verkehrsteilnehmer von klein auf im Straßenverkehr zu partnerschaftlichem Verhalten zu motivieren. Ob es nun der sichere Schulweg ist, das Lernen über Gefahren im Straßenverkehr oder die technische Verbesserung von Verkehrswegen – die Initiative der Versicherungskammer Stiftung greift auf vielfältige Art und Weise Themen auf, um für mehr Verkehrssicherheit auf Bayerns Straßen beizutragen.“ 

Der Bayerische Verkehrssicherheitspreis, eine Auszeichnung, die es seit 1997 gibt, wird von der Landesverkehrswacht Bayern e.V. und der Versicherungskammer Bayern (seit 2014 von der Versicherungskammer Stiftung) vergeben. 2018 kam die Bayerische Sparkassenstiftung als weiterer Kooperationspartner hinzu. Staatsminister Joachim Herrmann, MdL hat die Schirmherrschaft für den Preis übernommen.  Ausgezeichnet wird herausragendes Engagement verantwortungsbewusster Menschen, Initiativen und Organisationen, die einen Beitrag zur Unfallverhütung leisten. Der Preis steht seit diesem Jahr unter dem Motto „Miteinander mobil!“ Der Fokus lag 2019 auf dem sicheren Weg zur Schule oder zum Kindergarten (Motto: Kinder sicher unterwegs).

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Die Landesverkehrswacht (LVW) Bayern wurde am 13.07.1950 in München gegründet. Das oberste Ziel ist die Verkehrssicherheit zu fördern und Verkehrsunfälle zu verhüten. Hierzu bieten die Landesverkehrswacht und die bayerischen Verkehrswachten zahlreiche Maßnahmen und Projekte an.

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