Auftaktveranstaltung der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ in Niederbayern

Verkehrsminister Christian Bernreiter und Landrat Bernd Sibler starten die bayernweite Aktion „Sicher zur Schule - Sicher nach Hause“ für das Schuljahr 2023/2024 an der Grundschule in Aholming (Regierungsbezirk Niederbayern). Rund 132.000 ABC-Schützen machen sich seit gestern erstmals auf den Weg zur Schule. Die Verkehrsteilnehmer sollten gerade jetzt verstärkt auf Schulkinder achten und im Umfeld von Schulen stets besonders wachsam, ständig bremsbereit und niemals zu schnell fahren. 

Für viele Schulkinder bedeutet der Beginn der Schulzeit auch, einen Weg erstmals ohne die vertraute Begleitung von Eltern oder Verwandten zurückzulegen. Der Landesverkehrswacht Bayern, den Aktionsträgern der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ sowie der Bayerischen Staatsregierung ist es ein besonderes Anliegen, diesen Weg sicher zu gestalten. Jeder Schulweg sieht anders aus. Deshalb empfehlen die Aktionsträger den Schulweg zu üben und auf gut sichtbare Kleidung zu achten. Dazu Bernd Sibler, Präsident der Landesverkehrswacht Bayern (LVW): „Die Kinder sollen so angezogen sein, dass sie auch bei schlechtem Wetter gut von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden können. Daher statten wir die Erstklässler mit reflektierenden Sicherheitsüberwürfen aus.“

In den Grußworten von Verkehrsminister Christian Bernreiter, Polizeivizepräsident Manfred Gigler und Ministerialrätin Maria Wilhelm aus dem Kultusministerium wurden die vielfältigen Aktionen und Maßnahmen der Aktionsträger der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ zum Schuljahresbeginn vorgestellt. Die Aktion ,Sicherheit durch Sichtbarkeit‘ leistet dazu ebenfalls einen wertvollen Beitrag: So statten etwa die Landesverkehrswacht Bayern zusammen mit der AOK Bayern sowie 2023 mit Unterstützung der Versicherungskammer Bayern nahezu alle Erstklässlerinnen und Erstklässler im Freistaat mit reflektierenden Sicherheitsüberwürfen in Warnfarben aus, um ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr gerade auch bei Dunkelheit zu erhöhen und so Unfälle zu vermeiden. Die Überwürfe wurden von Franz Huber (stv. Direktor der AOK Bayerwald-Deggendorf) und Johannes Wagner (Geschäftsführer der Versicherungskammer Bayern Stiftung) sowie den anwesenden Ehrengästen persönlich an die Erstklässler der Grundschule Aholming verteilt. 

Im anschließenden Podiumsgespräch betonte LVW-Präsident Bernd Sibler, wie wichtig und wertvoll die tägliche Arbeit der vielen ehrenamtlichen Schulweghelfer und Schülerlotsen ist. Sein Appell: "Seit 1973 gibt es in Deutschland das Erfolgsmodell Schülerlotsendienst. Engagieren auch sie sich für die Schulwegsicherheit unserer Kinder und melden sie sich bei der Schule, der Kommune, der Polizei oder der Verkehrswacht!“. Der Verkehrspolitische Sprecher des ADAC Südbayern, Alexander Kreipl ergänzte:   „Im Bereich der Schulwegsicherheit wird in Bayern seit vielen Jahren sehr gute Arbeit geleistet. Es engagieren sich sehr viele Institutionen, um den Schulweg für die Kleinen sicherer zu machen. Eine bundesweite ADAC Umfrage zeigt auch, dass die Eltern in Bayern den Schulweg sicherer einschätzen als im Bundesdurchschnitt. Allerdings sind viele Eltern dennoch besorgt, was vor allem das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer betrifft. Im direkten Umfeld sind vor allem auch Elterntaxis ein Problem und gefährden die Sicherheit aller Schulkinder." Die Kommunale Unfallversicherung ist ebenfalls Gründungsmitglied der Gemeinschaftsaktion und Träger der gesetzlichen Schülerunfallversicherung. Und was ist, wenn doch einmal etwas auf dem Schulweg passiert? „Bei einem Unfall mit Körperschaden sind Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Schule, während des Aufenthalts in der Schule, am Nachmittag in der offenen und gebunden Ganztagsklasse sowie auf dem Nachhauseweg gesetzlich unfallversichert“, so Marco Haring, Aufsichtsperson bei der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB). Zudem merkte er an, dass die Schülereltern Unfälle auf dem Schulweg der Schulleitung mitteilen sollten, da diese in der Regel sonst gar nichts davon mitbekämen. Aber auch Personen, die sich als Schulweghelfer ehrenamtlich engagieren würden, unterlägen dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz. Dies gelte nicht nur für die Tätigkeit vor Ort, sondern ebenso für die Wegstrecken zum Abholen und Zurückbringen der Ausrüstung, so Haring.

Die Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ wurde 1969 ins Leben gerufen. In der Gemeinschaftsaktion engagieren sich zahlreiche Partner, die das gemeinsame Ziel eint, die Schulwege für alle rund 1,7 Mio. Schülerinnen und Schüler in Bayern sicher zu gestalten. Nur durch den langjährigen und vielfältigen Einsatz der Aktionsträger kann eine nachhaltige Verbesserung der Schulwegsicherheit gelingen.

Weitere Informationen zur Gemeinschaftsaktion finden Sie hier

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Oberstes Ziel

Die Landesverkehrswacht (LVW) Bayern wurde am 13.07.1950 in München gegründet. Das oberste Ziel ist die Verkehrssicherheit zu fördern und Verkehrsunfälle zu verhüten. Hierzu bieten die Landesverkehrswacht und die bayerischen Verkehrswachten zahlreiche Maßnahmen und Projekte an.

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