München/Eggenfelden, 09. Juli 2026: Die Wirtschafts-Mittelschule Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn erhält den Förderpreis „Innovative Verkehrserziehung in der Schule“ 2025 für das Projekt „Mit dem E-Scooter sicher unterwegs!“. Der erste Preis ist in diesem Jahr mit 2.000,00 Euro dotiert und stieß bei der Jury, bestehend aus Vertretern des Kultusministeriums, des TÜV SÜD e.V. sowie der Landesverkehrswacht Bayern, auf großes Interesse. Wolfgang Gerstberger, Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern, gratulierte allen Preisträgern und motivierte die Schulen zur Teilnahme am Wettbewerb 2026.
Der Förderpreis „Innovative Verkehrserziehung in der Schule“ wird von der Landesverkehrswacht Bayern und dem TÜV SÜD e.V. (bis 2025 von der TÜV SÜD Stiftung) bereits seit 2012 vergeben. Der erste Preis wurde heute von Frau Ministerialdirigentin Eva Maria Schwab aus dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus an die Schulleiterin Susanne Hecht sowie an den Lehrer Tobias Abtmeier überreicht. Die Nutzung von E-Scootern hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt und ist inzwischen auch fester Bestandteil des Schulwegs vieler Schülerinnen und Schüler geworden. Während klassische Bereich der Verkehrserziehung – etwas Radfahrausbildung und Schulbustraining – fest im schulischen Alltag verankert sind, fehlten bislang altersgerechte, systematische Konzepte zur sicheren Nutzung von E-Scootern. Als Reaktion auf eine Unfallserie in Eggenfelden wurde von Tobias Abtmeier (Lehrer und Fahrlehrer) ein praxisnahes E-Scooter-Sicherheitskonzept von der Schule entwickelt und umgesetzt.
Das Förderzentrum für körperliche und motorische Entwicklung in Würzburg/Heuchelhof, die Staatliche Realschule Bad Brückenau sowie das Staatliche Gymnasium Friedberg erhalten die weiteren Preise.
Mobilität ist maßgeblich für die Teilnahme an vielen Lebensbereichen. Sie spielt eine zentrale Rolle für die Selbstbestimmung und ist besonders in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Freizeit von großer Bedeutung. Die Schülerinnen und Schüler im Förderzentrum für körperliche und motorische Entwicklung in Würzburg stehen aufgrund ihres Förderschwerpunkts vor speziellen Herausforderungen, die durch individuelle Unterstützung und durch eine gelungene kooperative Zusammenarbeit mit allen Abteilungen bewältigt werden können. Nach der Absprache zwischen Schule / Tagesstätte / Internat, für wen die Durchführung eines Mobilitätstraining sinnvoll ist (z.B. im Förderplangespräch) arbeiten alle gemeinsam daran, überlegt und regelmäßig ein Mobilitätstraining anzubieten und zu einem Ergebnis zu begleiten. Bernhard Behm, Geschäftsführer des TÜV SÜD e.V., gratuliert zum zweiten Platz und zu 1.500,00 Euro Preisgeld.
Die Staatliche Realschule Bad Brückenau ist als Biosphärenschule der Rhön dem Leitgedanken nachhaltiger Entwicklung verpflichtet. Ein Schwerpunkt liegt auf sicherer, umweltfreundlicher Mobilität. Vor diesem Hintergrund entstand 2025 das Pilotprojekt „Schulfahrradtag“ in Kooperation mit der Grundschule Schondratal (Schondra). Ziel war es, jüngere Schülerinnen und Schüler (Grundschüler werden vielleicht später Realschüler) spielerisch und sicher ans Radfahren heranzuführen, während ältere Realschüler/innen aus dem Wahlfach Mountainbike (Schoolbikers – www.schoolbikers.de) Verantwortung übernehmen und als Mentoren agieren. Damit leistet das Projekt zugleich einen Beitrag zur Verkehrssicherheit, Bewegungsförderung und Umweltbildung. Der Schulleiter Michael Kreil erhält die Siegerurkunde zum dritten Platz sowie ein Preisgeld über 1.000,00 Euro aus den Händen von Wolfgang Gerstberger.
Die meiste Gefahr vor Schulen geht von „Elterntaxis“ aus! Laut einer ADAC-Studie haben fast zwei Drittel der Grundschulen ein deutliches Problem mit „Elterntaxis“. Sie halten verbotswidrig vor der Schule und behindern und gefährden andere Kinder. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Friedberg haben sich Gedanken gemacht, wie dies geändert werden könnte. Das Ergebnis war ein Film mit dem Titel „Fluch der Rothenbergstraße“. Wolfgang Gerstberger gratuliert der Schule zum gelungenen Filmbeitrag und überreicht eine Anerkennungsurkunde und ein Preisgeld in Höhe von 500,00 Euro.
Am Ende der Preisverleihung bedankte sich Matthias Andreesen (Geschäftsführer der TÜV SÜD Stiftung) bei den Preisträgern für ihr Engagement und ihre Teilnahme und wünschte allen Gästen eine gute und unfallfreie Heimreise.





